Freitag, 13. April 2018

Kaffeehaus auf dem Wiener Zentralfriedhof




Jedes Frühjahr steht ein Friedhofsbesuch zur Pflege des Familiengrabes am Plan. Die imposante Anlage wird in ihrer Ausdehnung nur vom Hamburger Friedhof Ohlsdorf übertroffen, historische Grabdenkmäler und Prominentengräber sind ein großer Anziehungspunkt für Touristen. Diesmal besichtigten wir das erste Kaffeehaus auf dem Friedhof, das im ehemaligen Verwaltungsgebäude untergebracht ist. Eine Geschäftsidee, die in Wien möglicherweise Schule machen wird. Man kann sich dort im Schanigarten mit Blick auf das Friedhofsgelände köstliche Torten und Kaffee genehmigenund der morbiden Wiener Seele entsprechend sogar einen vorbeidefilierenden Leichenzug mit  Ponfineberer beobachten.




Vom städtischen Verkehrslärm verschont, jedoch direkt unter der Flugroute des südöstlich von Wien gelegenen Flughafens !


Mittwoch, 11. April 2018

Der alte Knopfkönig

Auf dem Geburtstagstisch unserer ungarischen Schwiegertochter sah ich diese Schokoladendose mit dem Sisi Bild und dem Aufdruck Leschanz, Wiener  Schokolade König.


Dass mir als Wienerin dieser Wiener Schokoladekönig nicht bekannt ist, darf nicht wahr sein, deswegen wurde sofort recherchiert. Ich erfuhr die wunderbare Geschichte des Chocolatiers Wolfgang Leschanz, der sich den Traum erfüllen konnte, Nachfolger eines besonderen Altwiener  Knopfgeschäfts, des Knopfkönigs, werden zu können! Schnell waren wir unterwegs, gleich hinter der Peterskirche befindet sich das Geschäft des ehemaligen k.u.k. Hoflieferanten "Knopfkönig", der  nun der Schokolade König ist.


Das Geschäft in der Freisingergasse 


mit dem originalen Interieur



und Knöpfe gibt es auch noch 



Montag, 9. April 2018

Schwach geworden

Eigentlich ist es noch zu früh für Rhabarber, aber beim Diskonter wurde ich schwach und schon war er im Reindl. Heute Abend war ein Nachtisch gefragt, weg ist er.

Bettgeflüster

Nein, Irrtum. Darum geht es nicht, sondern um die Veränderung, die dieses Jahr die Zeitumstellung mit sich gebracht hat. Anstatt eine Stunde länger zu schlafen, bin ich mindestens eine Stunde früher munter. Es leidet mich dann nicht im Bett, ich stelle Kaffee auf und hole Gebäck, richte ein Frühstück und lausche, ob mein Gespons die Geräusche als Hinweis deutet "Frühstück ist fertig".
Senile Bettflucht ist keine Krankheit, aber es könnte, Scherz beiseite, eine altersbedingte Umstellung der inneren Uhr sein, die Eule wird zur Lerche.

Sei es, wie es ei, die Kaffeezeit naht, ich habe einige Kleinigkeiten, handmade, aber nicht von mir, vorbereitet



Samstag, 7. April 2018

Das wußte ich gar nicht

Ostereier verwerten






Habt ihr noch Ostereier im Kühlschrank? Ich habe einen guten Tipp für die Verwertung:


3 Ostereier
2 Esslöffel Philadelphia Frischkäse
2 Esslöffel Joghurt
Salz, Pfeffer, 1 Teelöffel Dijon Senf, 1 Esslöffel Zitronensaft
2 essreife Avocados


Den Philadelphia mit dem Joghurt verrühren,  die Eier geschält und in Würfel geschnitten dazugeben, salzen, pfeffern, Senf und Zitronensaft hinzufügen. Avocados würfelig schneiden, alles zusammen mit einer Gabel verrühren und quetschen. Dekoriert habe ich mit einigen Basilikumblättern und Snackparadeisern.


Für vier Personen mit Baguette gereicht ist das ein hervorragender Appetizer !

Donnerstag, 5. April 2018

Zeit für oekostrom!

Stromtanke


Was hier vielleicht wie eine tiefe Baugrube aussieht ist nur wenige Zentimeter tief, aber frisch geteert und ungesichert zurückgelassen, nach der Installation einer Stromtankstelle. Fluchtartig dürfte der Bautrupp die Baustelle verlassen haben, wie frisch sie ist, kann man noch an der Nässe erkennen. Es handelt sich um einen frequentierten Gehsteig, die Menschen verhalten sich total verschieden: manche steigen einfach hinein in den frischen, schwarzen Teer, andere springen über den schmalen Teil, wieder andere stehen mit dem Handy in der Hand ratlos davor und machen dann einen großen Bogen.  Es gibt in der Nähe ein Institut für Sehbehinderte, hoffentlich muss keiner von ihnen diesen Weg nehmen.



Kinderschnitzel oder Seniorenteller

Mit dem besten aller Ehemänner habe ich einen Pakt geschlossen: wenn wir essen gehen, fragen wir, ob es die angebotene Speise auch als kleine Portion gäbe. Das ist meistens mehr als genug und wenn nicht, wozu gibt es Dessertkarten? Als es sich heute Mittag ergab, dass wir an unserer hochgeschätzten Fischhandlung vorbeifuhren, fuhren wir nicht vorbei, war doch auch noch ein einladender Parkplatz frei. Im April gibt es noch den Skrei, wer kennt nicht den norwegischen Winterkabeljau mit seinem festen weißen Fleisch? Fisch ist ein leichtes Essen, wer will von einem Skrei ein Kinderschnitzel, vielleicht auch noch serviert mit Ketchup und Pommes? Auch ein Seniorenteller würde uns den flotten Tag verderben, so kam die Fischfrau mit normalen Portionen, dazu hausgemachter Erdäpfelsalat, wo gibt es den noch? Einmal sogar mit Gemüsemayonnaise, wie sündhaft!




Ein Pfiff und ein Seidl vom guten Budweiser, ist heute ein Feiertag? 


Montag, 8. Januar 2018

Der Fe....bäckt selber




So sieht neuerdings unser Frühstückssemmerl aus, das wir bei einer renommierten Wiener Bäckerfiliale kaufen. Nicht nur einmal, sondern seit geraumer Zeit hat die Semmel einen Hohlraum, der das Bestreichen mit Butter oder Belegen praktisch unmöglich macht. Noch in Feiertagsstimmung schickte ich an die Firma F. diese Fotos und erhielt folgende Antwort:

Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung !


Wir haben Beschwerden in diesem Zusammenhang bislang nicht erhalten, prüfen aber die von Ihnen geschilderten Wahrnehmungen und haben unsere Produktion und unser Verkaufsteam umgehend sensibilisiert. Somit sind wir sicher, dass auch die "F. -Semmel" beim nächsten Einkauf wieder die von Ihnen erwartete Qualität aufweisen wird.

Hat sie aber leider nicht. Für mich heißt das, ich spaziere jetzt morgens zum Türkenbäcker, der Semmerln wie ein altwiener Bäcker herstellen kann. Ums halbe Geld.
Geht doch.